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«Gott hat Geredet»

von T. Austin-Sparks

Kapitel 3 - Der Überragende Gedanke der Sohnschaft

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DER ÜBERRAGENDE GEDANKE DER SOHNSCHAFT

Nachdem wir bei unserer Betrachtung der Botschaft des «Briefes an die Hebräer» den allumfassenden Gegenstand als die Fülle Christi identifiziert haben, gehen wir weiter und kristallisieren diesen Gegenstand oder machen uns daran, dass er hier in der göttlichen Bedeutung der Sohnschaft kristallisiert wird. Dieser Gedanke verläuft durch den ganzen Brief hindurch, doch an gewissen Stellen wird der Hauptton mit besonderer Betonung angeschlagen.


1. DER SOHN. «Hat er am Ende ... geredet durch seinen Sohn» (Randlesart: durch einen Sohn»; wörtlich «sohnweise») (1,2).
«Mein Sohn bist du» (1,5).
«Doch vom Sohn sagt er» (1,8).
«Christus, als Sohn über sein (Gottes) Haus» (3,6).

2. DIE SÖHNE. «... indem er viele Söhne zur Herrlichkeit brachte» (2,10).
«Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn... und er geißelt jeden Sohn, den er aufnimmt... Gott verfährt mit euch als mit Söhnen... der Vater unserer Geister» (12,5-7.9). (Siehe auch «Brüder», «Kinder»).
«Ihr seid gekommen ... zur Gemeinde der Erstgeborenen... eingeschrieben im Himmel» (12,22.23). font-family:Verdana">



Die zentrale Wahrheit, um die alles andere kreist, und in deren Licht alles übrige gelesen werden muss, ist demnach die verborgene Geschichte oder die Natur der Sohnschaft. Es gibt in der ganzen göttlichen Offenbarung nichts Größeres als den Gedanken und den Vorsatz der Sohnschaft. Doch dieser Brief zeigt (wie andere Teile des Neuen Testamentes ebenfalls), dass Sohnschaft keine anfängliche Beziehung ist, sondern eine, die am Ende sichtbar wird. Sie ist nicht das, was mit «von Gott geboren» oder «ein Kind Gottes sein» gemeint ist, obwohl die Sohnschaft da mit drin ist, sondern sie verkörpert vielmehr die Reife und die Verantwortung derer, die aus Gott geboren sind; sie ist einfach das Motiv aller Ermahnungen, allen Flehens, aller Ermutigungen und Warnungen im Brief, wie sie an einem Punkt der unstatthaften verzögerten Wachstum in den Worten «Lasst uns zum Erwachsenenalter voran schreiten» (6,1) entgegen gestellt werden. Wir wollen uns beteiligen, noch hinzuzufügen, dass wir hier nicht an die Gottheit denken bzw. von ihr reden. Wir sind nicht zu dieser einzigartigen Sohnschaft berufen, wie sie Christus als dem Sohn Gottes eignet kraft seiner Göttlichkeit, aber wir halten uns strikt an das, was durch den Gebrauch, der von den Worten im 8. Psalm im Kapitel 2 dieses Briefes gemacht wird mit seinem Rückbezug auf Adam und seiner Vorausbeziehung zu Christus und den «vielen Söhnen», «Brüdern», «Kindern», «Gefährten». So also bedeutet Sohnschaft ein geistliches Erwachsensein, was die Einsetzung in die Verantwortung mit sich bringt, die kommende Welt zu regieren (2,5).

Die große Folgerung, wenn nicht offensichtliche Aussage, dieses Briefes als Ganzem ist die, dass nicht alle «Kinder» Gottes weiter gehen und die volle Bedeutung ihrer Geburt realisieren werden, und dass, auch wenn sie nicht gerade ihr Leben verlieren, dennoch ihre «Berufung» oder die volle Absicht ihrer Geburt verlieren werden.

So sind wir imstande, indem wir den beherrschenden Gegenstand dieses Briefes erkennen, uns mit den Dingen auseinander zu setzen, die zeigen, was Sohnschaft bedeutet. Es gibt viele solche Verbindungen; wir können nur zwei von ihnen herausgreifen.

Die erste offensichtliche Verbindung besteht zwischen dem Hebräerbrief und dem 4. Kapitel des Johannesevangleiums.

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Die neue «Stunde» des Sohnes


«... es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den VATER anbeten werdet ... die Stunde kommt und IST SCHON DA, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden ... Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten» (Joh. 4,21-24). font-family:Verdana">



Nun, jedermann weiß, dass der alles beherrschende Gegenstand in den Schriften von Johannes dies ist, die Sohnschaft Christi hervorzuheben. Ein Studium der relevanten Worte - «Vater», «Sohn», etc. mag als anfänglicher Hinweis darauf dienen.

Doch ein zweites unmissverständliches Charakteristikum jener Schriften ist die wesentlich geistliche Natur von allem in Beziehung zu Christus. Hier ein einfaches Beispiel. Mit Christus ist eine neue «Stunde» oder ein neuer Tag, oder ein neues Heilszeitalter gekommen, und an diesem neuen Tag haben Geographie, Ort, materielle Gebäude, traditionelle Verbindungen, religiöse Zentren oder eine kirchliche Hierarchie nichts mehr verloren. Es geht jetzt um eine innere Beziehung von geistlicher Natur zwischen Vater und Sohn. So folgt im Johannesevangelium eben Kapitel 4 auf das dritte Kapitel. Der Hebräerbrief nun entwickelt Johannes 4 und vermittelt eine so viel größere Reichweite und einen viel tieferen Inhalt dessen, was dort angedeutet wird. So ist in erster Linie Sohnschaft etwas Himmlisches. Sie nimmt ihren Anfang im Himmel: «von oben geboren» (Joh. 3,3). Dann ist sie etwas Inwendiges wie ein himmlischer Brunnen, der zum ewigen Leben quillt (Joh. 4,14), und sie ist in keiner Weise an die Erde gebunden: «Weder auf diesem Berg noch in Jerusalem». Sie ist nicht historisch, sondern ewig; nicht zeitlich, sondern geistlich. Wie der Hebräerbrief so schnell vom Persönlichen zum Gemeinschaftlichen, vom Individuellen zur Familie übergeht, so gibt es im Johannesevangelium einen bestimmten Punkt, an dem ein Übergang stattfindet von so vielen persönlichen und individuellen Ereignissen zur Sammlung all jener getrennten Gesichtspunkte zu einer gemeinschaftlichen Gruppe, in welcher die volle Herrlichkeit des Sohnes Gottes und der Sohnschaft zum Ausdruck gebracht wird. Diese Vollendung wird in Kapitel 17 erreicht.

Ein anderes, klar definiertes Bindeglied zwischen dem Hebräerbrief und den Evangelien wird in der Verklärung sichtbar, und dort nimmt man die Sohnschaft in ihrer Vollendung wahr, wo das, was wir eben gesagt haben, seinen Anfang und seine Natur herausstellt.


Die Vollendung der Sohnschaft

Auf dem Berg der Verklärung werden drei Dinge festgehalten (s. Mt. 17,1ff.).

a. Moses und Elia; sie entsprechen den «vielfältig und auf vielerlei Weise» (Hebr. 1,1).

b. Jesus wird verherrlicht; das entspricht dem «wir sehen Jesus... mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt» (Hebr. 2,9); siehe auch 2. Petr. 1,16-18.

c. «Auf ihn sollt ihr hören!»; das entspricht dem «hat er in diesen letzten Tagen ... geredet durch den Sohn» (Hebr. 1,2).

So haben wir also

a. Eine neue Heilszeit;
b. Diese erhält ihren Charakter vom verherrlichten Jesus im Himmel;
c. Die absolute Fülle und Endgültigkeit von Gottes Werk und Reden in seinem Sohn.

Wir wollen uns an den gewaltigen Konflikt erinnern, der stets diese Sache der Sohnschaft umgeben hat. Im Falle vom Herrn Jesus selbst war sie der zentrale Punkt von allen feindlichen Kontroversen und von allem bitteren Hass. Sie war der Angriffspunkt von Satans persönlicher und direkter Attacke: «Wenn du der Sohn Gottes bist». Später bezogen sich die Dämonen durch die Opfer ihrer Besetzung auf sie. Sie war die Ursache des jüdischen Angriffs, und dieser erreichte ihren Gipfelpunkt im kombinierten Angriff von Teufel, Dämonen und Menschen, was zu seiner Kreuzigung führte. Paulus betrachtete nicht nur die Juden als für seinen Tod verantwortlich, sondern sagte, «die Fürstentümer und Gewalten» hätten ihn am Kreuz belagert, doch habe er sie entwaffnet (Kol. 2,15).

Der Kampf wurde gegen die Gemeinde weitergeführt, und fast jeder neutestamentliche Brief hat zu seinem Zweck, dass die Gläubigen dazu gedrängt und aufgefordert werden, nicht bei der geistlichen Kindheit oder Unreife stehen zu bleiben, sondern zur Fülle voran zu schreiten. Diese Fülle ist das, was mit Sohnschaft gemeint ist und was in ihr veranlagt ist. Satan und seine Mächte fürchten und hassen nichts so sehr, wie das volle Erreichen der Sohnschaft und deren Ausdruck. Nachdem er als «Fürst dieser Welt» Adam das Königreich und die Herrschaft entrissen hatte, verliert er es nun an den Sohn Gottes - an den Menschensohn; und die volle und universelle Manifestation dieses Verlustes kommt mit der «Manifestation der Söhne Gottes», mit jenem Leib Christi, der «Seine Fülle ist», indem die «Gefährten der himmlischen Berufung» die Herrschaft über die kommende Welt ausüben werden (Röm. 8,19; Eph. 1,23; Hebr. 3,1; 2,5).

Jeder Dienst oder jedes Instrument das als seine gesalbte Funktion echtes, volles Erwachsenenalter und echte Sohnschaft besitzt, wird dem gegenüberstehen, womit diese es immer zu tun hatten: erstens mit dem Feind direkt und unmittelbar, dann mit jedem Mittel aus jeder möglichen Richtung, das sich ihm bietet. Wenn er nicht DIREKT zerstören kann, wird er Bileams Methode der Ausflucht anwenden. Seine eine, ständige Methode durch die Jahrhunderte hindurch war die, das Volk Gottes vom Sohn weg zu einem System zu verführen.

Die Briefe an die Hebräer, Galater und Römer sind hervorragende Instrumente Gottes in Bezug auf diesen Sachverhalt. So wird sehr früh im Hebräerbrief, indem die Söhne und der Sohn eingeführt werden, eine Sache erwähnt, die erst später voll entwickelt wird. Es ist


Der Tod in Bezug auf die Sohnschaft und geistliche Fülle

Die umfassende Aussage in diesem Zusammenhang findet sich in Kapitel 2, Verse 9, 14 und 15:

«Er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken»; «damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich der Teufel, und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden». font-family:Verdana">



Die Frage von Tod und Leben wird später aufgegriffen und in Beziehung zur priesterlichen Funktion aufgeschlossen. Aaron und seine Nachfolger waren unfähig, irgend etwas zur Fülle und zum Abschluss zu bringen, weil in jedem Fall der Tod einbrach und ihr Werk vorzeitig abhackte. Dann aber wird Melchisedek als einen andern Typus von Priestertum eingeführt. «Ohne Vater, ohne Mutter, ohne Abstammung, der weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens kannte, sondern dem Sohn Gottes gleich war gemäß der Kraft eines unauflöslichen Lebens» (7,3.16).

So könnt ihr sehen, dass Sohnschaft, ewiges Leben und geistliche Fülle miteinander verbunden werden.

Der Tod ist der große Feind geistlicher Fülle, doch ist der Tod - sowohl in diesem Brief als auch überall sonst - nicht nur eine physische Angelegenheit. Von Israel wird hier so gesprochen, dass es schon in der Wüste starb, und es wird als Warnung an die Christen verwendet. Doch die Warnungen haben mit dem VORSATZ DER Errettung in seiner Fülle zu tun. Der Tod ist eine geistige Sache, und er ist ein Feind, der dem Kind Gottes ständig aufzulauern versucht. So ist dieser ganze Brief ein einziges solides und umfassendes Dokument und eine Abhandlung über die Tatsache, dass das geistliche Leben verhüllt, angehalten, um seine Möglichkeiten gebracht wird, wenn das Kind Gottes, sogar auf religiöse Weise, auf eine irdische Ebene heruntergeholt wird mit all ihren Fallen einer vergangenen Heilszeit, und es so die wesentlich himmlische und geistliche Position verliert. «Tote Werke» nennt sie der Verfasser (6,1).

In Kapitel 1, Vers 5 haben wir ein Zitat aus dem zweiten Psalm, das sich unmittelbar auf die Sohnschaft in Christus bezieht.

«Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt». Dies Zitat wird in Kapitel 5, Vers 5 wiederholt in Bezug auf sein Priestertum eines unauflöslichen Lebens. In Apostelgeschichte 13,33 wird dasselbe Zitat zu einem prophetischen Nachweis für die Auferstehung Christi, und so werden Sohnschaft und die Auferstehung mit einander in Verbindung gebracht. Dies will nicht heißen, Christus sei vor der Auferstehung noch nicht Sohn gewesen, doch das Neue Testament macht deutlich, dass in der Auferstehung ein Gesichtspunkt der Sohnschaft auftritt, der vorher nicht da war, nämlich, dass in der Auferstehung Christus «der Erstgeborene unter vielen Brüdern» ist. Wie Petrus es formuliert: «uns wiedergeboren hat... durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten». Wir sind also nicht im Sinne der Gottheit in Christus als dem Sohn Gottes eingeschlossen, doch als dem Menschensohn in der Familie einer neuen Schöpfung.

Für den Augenblick also geht es um den Punkt, dass das neue Leben der Auferstehungsvereinigung mit Christus als Prinzip der Sohnschaft nicht in die alten Weinschläuche der irdischen Traditionen und System hineingeschüttet werden darf, sondern in neue Weinschläuche einer vollständig neuen himmlischen und geistlichen Ordnung. Das war möglicherweise auch der Anlass zu diesem Brief. Er war vielleicht als ein Appell an die starke Gruppe hebräischer Christen in Jerusalem verfasst worden, die den sich immer mehr ausweitenden Trend des Christentums für ihre konservativen Gewohnheiten und ihr judaistisches Denken als zu viel empfand. Als das Auseinanderdriften zwischen dem Tempel und der Synagoge einerseits und der Gemeinde und den Aposteln andererseits deutlicher wurde, neigten die Judaisierer dazu, das Neue mit dem Alten zu verknüpfen. Doch der neue Wein zerbarst die alten Weinschläuche, und wie viele heute waren sie darauf nicht vorbereitet. Doch die Folgen waren und sind unendlich.

So sind wir bei einem jener unendlichen Dinge angelangt, die die meisten Christen und christlichen Gruppen heute beschäftigen, nämlich die Frage nach der


Fülle des Lebens in Christus

Ja, Leben in Fülle, darum geht es. Viele Gruppen von Christen, die eine große Vergangenheit und eine große Tradition hinter sich haben, sind heute tief betroffen von der Unangemessenheit und dem Mangel an Leben unter ihnen. Diese Armut an Leben führt zu großen organisatorischen Anstrengungen, größtenteils außerhalb der Gemeinden, als Versuch, Fülle hereinzubringen. Dieser Mangel war der Anlass für die abnormale Entstehung vieler fragwürdiger und pseudo-geistlicher Bewegungen und Lehren. Weil eben dieser Mangel besteht, geht eine große Anzahl von Menschen an den Gemeinden vorbei als etwas, das nicht mehr zählt. In mancher Hinsicht hat der große Feind gegen die Gemeinde triumphiert, indem er ihren lebendigen Einfluss und ihr Zeugnis konterte. Eine wesentliche und weitgehend umfassende Art dieser Unternehmung ist der besondere Diskussionspunkt unseres Briefes. Macht aus dem Christentum ein anderes Judentum, d.h. ein irdisches religiöses System von Vorschriften und Praktiken, und ihr habt es getötet! Ist das nicht der Punkt von Kapitel 6,1-6? Ich gehöre nicht zu denen, die glauben, der Apostel beziehe sich dort auf jüdische Vorschriften. Einige meiner Gründe dafür sind folgende: Kapitel 6,1-6 muss strikt in Verbindung mit Kapitel 5,12-13 gelesen werden. «Die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes» sind dasselbe wie «die Anfangsgründe Christi» verbunden mit dem «Darum». Jüdische Vorschriften waren nicht die Anfangsgründe Christi. Sie waren vielmehr die «toten Werke» in der Wendung «Buße von toten Werken». «Die Lehre von den Taufen bezieht sich nicht auf jüdische «Waschungen». Es ist die LEHRE bezüglich dem Unterschied zwischen der Taufe von Johannes (und jeder anderen) und der Taufe in Christus hinein. Apostelgeschichte 19,1-6 sollte dies endgültig klären; und beachtet den Kontext von 18,25. (Was für ein Jammer, dass die Kapitel dort getrennt wurden, wo sie heute sind, statt nach 18,23!). An derselben Stelle (19,6) wird das «Auflegen der Hände» (Hebr. 6,2) als eine Lehre von Christus betrachtet, nicht als eine jüdische Vorschrift. Nein, der Punkt des Apostels ist der, dass, nachdem bei uns das sechsfache Fundament gelegt wurde, wir «zum vollen Mannesalter» vorwärts schreiten sollen. Das Leben nimmt beim Fundament bloß seinen Anfang; für seine Fülle ist das ganze Gebäude nötig. Die Gefahr besteht, dass selbst diese Anfangsgründe zu einem weiteren gesetzlichen System werden können, das Leuten aufgebürdet wird, und so können die Dinge, die dazu gegeben wurden, uns zur Fülle des Lebens zu bringen, zu einem Stillstand im Leben führen. Satan ist sehr schlau.

Die Wiedergewinnung des Lebens und seine konstante Zunahme bis zur schließlichen Fülle kommt nur zustande, wenn wir von der bloßen Tradition und vom Verhaftetsein am Irdischen wegkommen und zu einer neuen, lebendigen Wahrnehmung Christi in seiner Fülle als göttliche Repräsentation der Gedankens Gottes für sein Volk gelangen; weg von Typen, Sinnbildern, Symbolen hin zu geistlichen Wirklichkeiten. Selbst wenn die Anfangsgründe zum Ausdruck kommen sollen, dann müssen sie aus der lebendigen Realität hervorgehen und dürfen nicht bloße Formen und Dinge in sich selbst bleiben. Wir dürfen nichts tun mit der Absicht, Formen von Lehren und Praktiken fortdauern zu lassen, sondern es muss stets ein Ausdruck des Lebens sein, und die geistliche Bedeutung und der Wert von allem muss ständig wachsen. Nur so werden wir «zum vollen Mannesalter» gelangen.

In Übereinstimmung mit dem Wunsch von T. Austin-Sparks, dass das, was er frei erhalten hat, weitergegeben und nicht gewinnbringend verkauft werden sollte und dass seine Botschaften Wort für Wort reproduziert werden, bitten wir Sie, diese Botschaften mit anderen zu teilen und frei anzubieten, um seine Wünsche zu respektieren - frei von jeglichen Änderungen, kostenlos (außer notwendigen Vertriebskosten) und mit dieser Erklärung inklusive.