Disziplin zum Gebet
von T. Austin-Sparks

Teil 3 - Sanftmut des Mannes Gottes

«Es stand aber in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den der Herr kannte von Angesicht zu Angesicht, in all den Zeichen und Wundern, zu denen der Herr ihn gesandt hatte, dass er sie im Land Ägypten tun sollte an dem Pharao und an allen seinen Knechten und an seinem ganzen Land; und in all den gewaltigen Handlungen und all den großen und furchtgebietenden Taten, die Mose vollbrachte vor den Augen von ganz Israel» (5. Mose 34,10-12).

«Aber Mose war ein sehr sanftmütiger Mann, sanftmütiger als alle Menschen auf Erden» (4. Mose 12,3).

Der Prophet Micha beschreibt den Mann, der Gott gefällt als einen, der «Liebe übt und demütig wandelt vor seinem Gott» (Micha 6,8). Moses war in seiner Demütig herausragend, nicht nur zu seiner Zeit, sondern in allen Zeiten. In Verbindung damit ist es hilfreich, zu realisieren, dass er ein Mann war, der Barmherzigkeit liebte. Er hatte allen Grund dazu, denn er selbst verdankte alles der Gnade Gottes. Es scheint im heiligen Gericht keinen größeren Mann zu geben - sicherlich nicht im Alten Testament; und das Zeichen seiner Größe ist dies, dass er sehr sanftmütig war.


Eine Christus-gemäße Tugend

Seine Sanftmut war keine oberflächliche Verstellung, die er vornahm, sondern ein tiefgründiges Charakteristikum dieses Mannes. Die Tatsächliche Bemerkung über ihn wurde in Beziehung zu einer Periode großer Provokationen gemacht. Er wurde geprüft - ernstlich und oft geprüft; und aus all dem ging das göttliche Verdikt hervor, dass er den Test bestanden hatte; und das Kennzeichen seiner Größe war, dass er sehr sanftmütig war.

Sanftmut ist natürlich eine Christus-gemäße Tugend. «Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig» (Mt. 11,29). Vielleicht ist es eine der größten Tugenden, denn es war der Herr Jesus selbst, der dem Sanftmütigen nicht nur einen besonderen Segen zusprach, sondern versprach, dass sie die Erde erben werden (Mt. 5,5). Er wusste sehr wohl, dass Sanftmut für die Menschheit nichts Natürliches ist; tatsächlich geschah es zu diesem Zweck, dass Menschen in dieser Qualität des Lebens unterrichtet würden, dass er sie aufrief, zu ihm zu kommen und sein Joch auf sich zu nehmen. «Lernt von mir…», gebot er, mit der Klaren Andeutung, dass wir Sünder nie sanftmütig oder demütig würden, es sei denn, wir würden genau dies tun.

Das traf sicherlich auf Moses zu. Niemand würde behaupten, der Mann Moses sei von Natur aus sanftmütig gewesen. Auch konnten die Jahre der Schulung und des Luxus in Ägypten ihm diese Lektion nicht beibringen. Er lernte vieles von den Ägyptern, aber gewiss lernte er niemals Sanftmut. Sein Zornesausbruch in Ägypten, und der eine Blitz von Ungeduld in der Wüste, die ihn so teuer zu stehen kam (4. Mose 20,8-12) zeigen klar an, was für ein Mensch er von Natur aus war. Um so größer ist das Wunder, dass dieser Mann, unter allen andern Menschen, sanftmütig sein sollte, und das überragende Wunder ist zudem, dass er alle andern in der christusgemäßen Tugend noch übertraf.

Nicht, dass Moses ein bloßer Träumer war. Sanftmut ist kein Bestandteil der kontemplativen Lebensweise; sie ist eine männliche Tugend. Moses war ein Mann der Aktion. «Mit der ganzen großen Hand, in all dem großen Schrecken…». Er war der Anführer des größten Abenteuers der ganzen Geschichte, der Pionier der israelitischen Nation. Gott war auf mächtige Weise mit Moses. Als Josua die Leitung des Volkes übernahm, dann gab es keine größere Ermutigung, die Gott ihm hätte geben können, als ihm zu versichern, dass er denselben Rückhalt haben werde: «So wie ich mit Moses gewesen bin, so werde ich auch mit dir sein» (Jos. 1,5). Welche Erklärung gibt es für die wunderbaren Erfahrungen der göttlichen Macht, die Moses hatte? Ganz gewiss gerade diese Tatsache, dass er sanftmütiger war als alle anderen Menschen. Seine Sanftmut war seine Stärke.


Sanftmut aufgrund der Barmherzigkeit

Wie wir gesagt haben schloss der Prophet eine enge Verbindung zwischen Barmherzigkeit und Sanftmut: Der Mann, der Barmherzigkeit liebt, wandelt demütig mit seinem Gott. Es kann sehr wohl sein, dass die größte beitragende Ursache zu der überragenden Sanftmut von Moses die war, dass sein Leben durch eine überwältigende Wahrnehmung von Gottes Barmherzigkeit ihm gegenüber umgewandelt wurde. Natürlich ist es möglich, die Segnungen Gottes auf falsche Weise zu nehmen; dass man verführt wird, wie es den Juden widerfuhr, weil sie vergeblich glaubten, Gottes freundliche Behandlung haben ihren Grund in irgend einer angeborenen Superiorität ihrerseits. Solche Männer können die richtigen Sätze verwenden und von Gottes Gnade reden, aber es ist bloß Phrasendrescherei; man kann von ihnen nicht sagen, sie würden «Barmherzigkeit lieben». Wenn wir jedoch die erstaunliche Geduld Gottes wertschätzen und seine Güte zu dem, der sie auf keinen Fall verdient, dann fangen wir nicht, uns der Barmherzigkeiten zu rühmen, sondern die Barmherzigkeit zu lieben. Es gibt gewiss nichts so Wohlberechnetes, um uns wirklich demütigen Herzens zu machen, als eine Realisierung der Größe von Gottes Gnade, sogar uns gegenüber.


Die Barmherzigkeit an ihrem Anfang

Das Leben von Moses begann mit einer sehr großen Barmherzigkeit. Zu jener Zeit musste jeder andere neugeborene Junge ertränkt werden. Er allein wurde gerettet, gerettet durch die Barmherzigkeit gottes. Wir können seiner Mutter jeder Glaubwürdigkeit zuerkennen, die den Plan (für seine Rettung) ausdachte und ihn auch ausführte; auch der Schwester, die beim Schilfkörbchen wachte und so erfolgreich intervenierte, und sogar der Tochter Pharaos, die so echtes und unerwartetes Erbarmen zeigte. Doch war es nicht die Mutter, die Schwester, das Körbchen oder die Prinzessin, die ihn befreiten, sondern die große Barmherzigkeit Gottes. Moses selbst trug am allerwenigsten dazu bei. Als das Körbchen geöffnet wurde, weinte er einfach - das war alles, was er tun konnte.

Vielleicht war gerade dies das eine, von dem Mutter hoffte, dass es nicht eintrat, und es kann sein, dass Mirjam mit gespannter Aufmerksamkeit dastand, damit das Baby ja nicht alles vermasselte, indem es im geeigneten Moment gerade nicht lächelte. Alles, was das Kleinkind tun konnte, war, in völliger Schwachheit zu jammern, und darin gerade versagte, hilfreich zu sein. Seine Befreiung kam ganz von Gott. Der Name, der Moses gegeben wurde (2. Mose 2,10b), war eine lebenslange Erinnerung daran, wie er durch die Barmherzigkeit Gottes aus den Wassern der Vernichtung gezogen wurde. Ein solcher Anfang sollte einen Mann demütig bewahren.

Und doch, das war auch unser Anfang. Wir wären von der Vernichtung verschlungen worden, hätte nicht Gott interveniert. Wie der Säugling Moses konnten wir nichts beitragen als einen Schrei, ein verzweifeltes Jammern. Es war Gott, der uns Barmherzigkeit erwies und uns aus den Wassern des Todes zog. Wir können uns wohl fragen, wie Moses dies oft getan haben muss, warum wir zu den Bevorzugten gehörten, da andere um uns herum keine solche Geschichte haben. Viele hatten dieselben Gelegenheiten, dieselben oder noch größere Vorteile; doch gehören wir dem Herrn an, sie jedoch nicht. Die Gnade Gottes ist erstaunlich. «Es ist lauter Barmherzigkeit».


Die Barmherzigkeit der Wiederherstellung

Es kam eine Zeit, da der Herr ihm am brennenden Busch mit einem Auftrag und einer Verheißung gegenüber trat. «So tritt nun herzu, und ich will dich senden», sagte er zu ihm (2. Mose 3,10); und später: «Gewiss werde ich mit dir sein» (V. 12). Es wäre unmöglich, sich die überwältigende Empfindung der Barmherzigkeit Gottes vorzustellen, die das Herz Moses erfüllte, als er diese Worte hörte.

Wie viel Geschichte hat sich doch ereignet zwischen der ersten Wahrnehmung des Rufes, der Befreier zu werden, und diesem gegenwärtigen Auftrag! Er hat - wie wir alle beginnen müssen - mit einem großen Verzicht begonnen. Mit vierzig Jahren ließ er Besitz, Zukunftsaussichten, alles Selbstsüchtige und Irdische fahren, um ein Knecht Gottes zu sein. Das war nicht falsch; es war richtig, und niemand kann dem Herrn dienen ohne einen solchen Verzicht. Er ließ alles fahren - oder er glaubte wenigsten, dass dies so war. Doch das machte ihn nicht sanftmütig. Viele von uns sind durch eine ähnliche Erfahrung gegangen, und wir haben unsere Hingabe sehr ernst genommen, aber es machte auch uns nicht sanftmütig. Vielleicht machte es uns zum genauen Gegenteil, indem es uns eine falsche vorstellungen unserer Superiorität über andere Christen vermittelte.

Für Moses folgte ein vollständiges Fiasko. Er versuchte, dem Herrn in seiner eigenen Kraft zu dienen, auf seine eigene Weise und zu seiner eigenen Zeit. Sanftmütige Menschen tun so etwas nicht. Des Ergebnis war abgründig und ein totales Versagen. Er floh ins Land Midian, und vierzig Jahre lang musste er mit seinem eigenen Gefühl eines völligen Zusammenbruchs leben. Vielleicht war es schwer auf seine Seele gefallen, dass Gottes Werk nicht durch die Art von Mensch getan werden konnte, die er war, selbst wenn ein solcher Mensch große Opfer gebracht haben mochte. Es muss ein Kollaps jedweder vorstellbaren Fähigkeit stattgefunden haben, ein Gefühl tiefer Enttäuschung, in der Überzeugung, dass er jede Chance verpatzt hatte, die er je hatte, dass er sich disqualifiziert hat, je ein Knecht Gottes sein zu können.

Auch wir müssen diesen Weg gehen, wenn es auch, wie bei ihm, glücklicherweise nicht vierzig Jahre dauern muss. Doch es liegt eine geistliche symbolische Bedeutung in dieser Zahl: Sie soll die Gründlichkeit des Schwächungsprozesses anzeigen. Er hatte seine Lektion gelernt.

Zumindest glaubte er, er habe sie gelernt. Tatsächlich war es erst die erste Hälfte. Er hatte sich mit seinem Versagen abgefunden, doch nun erschien ihm der Herr mit dieser überraschenden Berufung, an die Arbeit zurückzukehren, die er vermasselt hatte, als er versuchte, sie in eigener Kraft auszuführen. Er kehrte zurück, widerstrebend, zögernd, voller Zweifel bezüglich seiner Fähigkeit oder Würdigkeit, doch er ging mit der neuen und nachdrücklichen Gewissheit: «Gewiss werde ich mit dir sein». Wie erstaunlich muss ihm die Gnade Gottes geschienen haben, da sie ihn von seinem Versagen und aus seiner Verzweiflung rettete, indem sie einem, der in der Vergangenheit zusammengebrochen war, einen so hohen und privilegierten Dienst anbot. Wir wissen natürlich, dass es gerade diese Verzweiflung an sich selbst war, die eine solche Kraft ermöglichte, wie er sie vorher nie kannte. Sie ist der Beweis, dass die vierzig Jahre, weit entfernt davon, vergeudet zu sein, das notwendige Werk des Zugrunderichtens vollbracht hat. Seinen ursprünglichen Auftrag durch ein solches Wunder der Barmherzigkeit zurück zu gewinnen, war dazu berechnet, Moses das Gefühl tiefer Demut zu vermitteln.

In einem gewissen Sinne ist Gottes wahrer Knecht stets ein besiegter Mann. Der, der mit dem Gefühl seiner eigenen Wichtigkeit voranstürmt, der unwillig ist, die Wertlosigkeit seiner besten Bemühungen zu erkennen, und der stets sich selbst zu rechtfertigen sucht - ein solcher wird nie sanftmütig sein, und darum fehlt ihm auch die notwendige Kraft, durch die Gottes Werk getan werden muss. Unsere Zerbrochenheit darf nicht bloß vorgetäuscht sein; wir dürfen uns nicht mit der bloßen Sprache und dem Anschein von Demut zufrieden geben. Auch wir müssen uns der göttlichen Barmherzigkeit bewusst sein, die uns zum Dienst Gottes wiederhergestellt hat, wie wir uns der ursprünglichen Barmherzigkeit bewusst sind, die uns aus den Wassern des Todes gezogen hat.


Die Barmherzigkeit des Exodus

Gott erfüllte reichlich seine Verheißung, «mit» seinem Knecht zu sein: Moses wurde auf einzigartige Weise gebraucht, um das Werk Gottes zu tun. Auch dies, so nahm er wahr, war reine Barmherzigkeit: «Du hast in deiner Barmherzigkeit dein Volk geführt, das du erlöst hast» (2. Mose 15,13). Moses brauchte keine Befreiung für sich selbst. Er war frei; er war nie ein Sklave; er konnte ein- und ausgehen, wie es ihm gefiel. Er wurde jedoch zu seinem Volk gesandt, das sich «im Haus der Knechtschaft» befand, und stand der unmöglichen Aufgabe gegenüber, sie zu befreien, damit sie Gott anbeten und ihm dienen konnten. Das Wunder geschah; die große Emanzipation kam; und Moses war der Mann, den Gott brauchte, und das zu bewerkstelligen. Der alte Moses, voll von seiner eigenen Wichtigkeit, wäre wohl bereit gewesen, einiges dafür auf seine Rechnung zu schreiben. Ach, es ist allzu leicht für einen Knecht Gottes, aufgeblasen zu werden, auch wenn er nur auf sehr bescheidene Weise gebraucht worden ist. Sogar der neue Moses, sich seiner Abhängigkeit vom Herrn tief bewusst, durchlief ernsthafte Prüfungen in Ägypten, die ihn um so mehr auf die absolute Gnade Gottes zurückwarfen, und er war nur imstande, im großen Exodus teilzuhaben, wenn es vollkommen klar wurde, dass Gott allein das Werk vollbrachte.

Dies ist der Fall bei jedem geistlichen Diener Gottes. Er muss in solchem Maße behandelt werden, dass jede Tendenz zu glauben, er sei etwas in sich selbst oder er stehe über den andern, in ihm ausgemerzt wird. Dann Gott mit Macht und Befreiung am Werk zu sehen, wie Moses es sah, das Instrument eines Werkes zu sein, das so absolut und vollständig von Gott war - das kann einen Mann nur zu demütiger Anbetung erniedrigen. Tatsächlich sollte der Mensch, der am meisten gebraucht wird, der Sanftmütigste von allen sein. Als Christus das Wasser in Wein verwandelte, wird uns gesagt, dass, während der Tafelmeister und die Gäste am Fest das Geheimnis nicht kannten, diejenigen es kannten, die Träger waren. «Doch die Diener, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es» (Joh. 2,10). Sie wussten, wie herrlich Christus gewirkt hatte, und dass sie selbst bloß Zuschauer und nicht Handelnde waren, bevorzugt, so gebraucht worden zu sein, sich dessen wohl bewusst, dass alle Ehre dem Herrn gehörte und keine dem Menschen.


Die Barmherzigkeit erhörten Gebets

Denkt auch an die wunderbare Art und Weise, auf die der Herr Moses‘ Gebete beantwortete. Es gab Wunder der Bewahrung, Wunder der Fürsorge, Wunder des Fortschritts. Jedesmal, wenn eine neue Krises irgend einer Not über sie kam, ging Moses an den verborgenen Ort des Gebets und rief den namen des Herrn an. Und jedesmal gab es frische Segnungen, die nur auf dem Wege der Bedrängnis entstehen konnten. Das Volk konnte nicht für sich selber beten. Öfters als nicht zweifelten sie und beklagten sich. Moses war der Mann, der betete, und so genoss Moses auch den vollen geistlichen Segen, der zu denen kommt, die ihre Gebete beantwortet bekommen, ganz besonders, wenn diese Gebete anderen gelten und nicht ihnen selbst. Schließlich war Moses, wenn dem Volk das Brot fehlte, ebenso hungrig wie irgend einer von ihnen. Auch er hätte vor Durst sterben können, genauso wie der Rest. Wenn sie von ihren Feinden angegriffen wurden, war Moses ebenso sehr in Gefahr wie irgend einer von ihnen - vielleicht sogar noch mehr. Doch scheint es, dass Moses, wie das jeder Fürbeter sollte, in seiner hirtenmäßigen Fürsorge für das Volk sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse vergaß. Er betete für sie, nicht für sich selbst; und indem er dies tat, konnte er schwerlich die Tatsache ignorieren, dass sie ebenso unwürdig waren wie er. Wenn die Gebete beantwortet wurden - und was für ein wunderbarer Bericht von erhörten Gebeten brachte doch die Wüstenwanderung hervor! - dann war er immer aufs Neue von der Grüße von Gottes Barmherzigkeit beeindruckt.

Natürlich gab es tiefere geistliche Bedürfnisse als die physischen und materiellen Gefahren des Wüstenweges. Es gab Zeiten, da die ganze Nation zerstört zu werden schien, und zwar wegen ihres Ungehorsams und ihrer Sünden. Es gab Einzelne, wie Mirjam und Aaron, deren einzige Hoffnung auf Überleben in der Barmherzigkeit Gottes bestand. Moses war der Mann, der für diese Barmherzigkeit betete, und Gott antwortete gnädig auf seine selbstlose Fürbitte. Es gibt zwei Wege, auf denen Gebete erhört werden. Der falsche Weg ist der der Täuschung, als ob wir oder unsere Gebete irgend einen Verdienst beanspruchen könnten. Ein Gebetsdienst wird nicht lange dauern oder effektiv bleiben, wenn einem solchen Geist im Herzen des Fürbeters Platz eingeräumt wird. Doch es gibt auch noch den andern Weg, da die Betroffenen durch die schiere Güte und Gnade Gottes in den Staub gedemütigt werden. Mehr als Leiden, sogar mehr als Züchtigung kann gerade die überströmende Barmherzigkeit Gottes unsere Herzen in demütiger Dankbarkeit schmelzen lassen. Solche Menschen müssen nicht versuchen, sanftmütig zu sein. Sie brauchen nicht einmal darum zu bitten, sanftmütig gemacht zu werden. Es ist die Güte Gottes, so erstaunlich und so unverdient, die eine solche Sanftmut produziert.


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Übersetzt von
Manfred Haller
 

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