Gottes geistliches Haus
von T. Austin-Sparks

Kapitel 2 - Gewissheit im Blick auf Gottes Ruhe und Befriedigung in Christus

«...er hat uns vorher bestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten... damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit dienten, die wir zuvor auf Christus gehofft haben» (Eph. 1,5-6.12)

«Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bestimmt hat, damit wir in ihnen wandeln sollen» (Eph. 2,10).

«Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war» (Joh. 17,5).

Wir wurden dieses Mal dazu geführt, uns Gottes geistliches Haus vorzunehmen, und in unserer früheren Betrachtung machten wir uns Gedanken über das herausragende Charakteristikum dieses geistlichen Hauses, in welchem wir, in Christus, lebendige Steine sind, und damit die Proklamation oder das Zur-Geltung-Bringen der Erhöhung des Sohnes Gottes darstellen. Wir haben erkannt, das alles, was das Haus Gottes betrifft, aus dieser Erhöhung hervorgeht. Was am Tag von Pfingsten geschah, war das spontane Ausfließen dieser Erhöhung des Sohnes Gottes zur Rechten der Majestät in der Höhe, und das Geheimnis des Lebens, der Kraft, des Sieges in jenen ersten Tagen im Leben und in der Geschichte der Gemeinde war genau diese Tatsache. Ihr Leben floss daraus hervor; ihr Zeugnis bestand darin, dass Jesus als der Sohn Gottes auf den himmlischen Thron erhöht wurde. Ihr wisst, das war das Zeugnis von Petrus am Tag von Pfingsten. Ihr wisst auch, das war Stephanus Grundtenor. Ebenso wisst ihr, dass die Apostel ständig für diese große Tatsache Zeugnis ablegten, damit Gott ihn zum Herrn und Christus gemacht habe, dass er erhöht worden sei. Ich wiederhole: Alles ging daraus hervor, und das Ergebnis war jenes große Element der Gewissheit, etwas, das stets sehr notwendig ist; und es hat nie eine Zeit gegeben, da es notwendiger war als gerade heute.

Der Angriff auf die Gewissheit

In unserer früheren Betrachtung haben wir von der Tatsache gesprochen, dass der große geistliche Feind seinen Ehrgeiz für die Weltherrschaft entlang der Linie einer Lüge verfolgt hat, seiner großen Propaganda der «fünften Kolonne», und er hat seinen großen Vorstoß durch eine Kampagne von Lügen betrieben, indem er die Gewissheit und das Vertrauen unterminierte.

Aber es gibt noch etwas Anderes, das er in geistlicher Hinsicht getan hat und noch tut, das im Augenblick so klar erkannt wird und das entlang einer zeitlichen Linie wirkt; in und der Tat ist es die anerkannte und publik gemachte Strategie die jetzt von Satan benutzt und in Richtung Weltherrschaft getrieben werden, nämlich, Christus zu eliminieren. Sie haben klar zum Ausdruck gebracht, dass ihre Strategie darin besteht, im Verborgenen durch die Jahre hindurch ständig innerhalb des nationalen Lebens ihrer Feinde zu arbeiten mit dem Ziel, einen inneren Zerfall zu bewirken, indem das Vertrauen untergraben wird: und wie sie dies getan haben und wie sie es eben jetzt tun! Ich will nicht bei der irdischen, zeitlichen und politischen Seite der Dinge stehen bleiben, aber es enthüllt die Prinzipien von Satans Aktivität, dieses tückische und verborgene Arbeiten hinter den Kulissen im Leben ihrer Feinde mit dem Ziel, das Vertrauen zu zerstören, um so einen Kollaps von innen her herbei zu führen. Tatsächlich, der Satz, der in dieser Beziehung in Druck gegangen ist, lautet: Wir werden dafür sorgen, dass unsere Feinde sich selber besiegen! Nun, sie haben es in vielen Ländern zuwege gebracht.

Nun, nehmt dies als einen Schlüssel zu dem, was geistlich geschieht. Oh, wie hat Satan diesen Kurs durch die ganze Geschichte hindurch beibehalten, das Vertrauen zu zerstören, denn Vertrauen ist ein ungeheurer Faktor. Ihr könnt beobachten, wie Nationen versuchen, sich aufzuplustern und Vertrauen in ihren eigenen Grenzen zu stimulieren, um sich Stärke gegen ihre Feinde zu sichern. Was unternehmen sie nicht alles, um ihre Leute zu beruhigen, um ihrem Volk Vertrauen einzuflößen! Satan weiß, dass ein zur Gewissheit gelangtes Volk ihm das größte Problem bereitet und für ihn die unmöglichste Situation darstellt. Nun, wenn ihr jene ersten Tage vom Leben der Gemeinde betrachtet, dann war eines der herausragendsten Merkmale die Gewissheit. Sie waren Menschen ohne Fragen, Leute ohne Zweifel. Sie konnten mit Autorität sprechen, weil ihre Herzen zur Ruhe gekommen waren; sie waren innerlich nicht gespalten. Es gab noch keinen Samen internationaler Desintegration. Die Grundlage für diese Gewissheit und die geklärte Position war einfach dies, dass der Heilige Geist gekommen war und in ihnen eine mächtige Registrierung der Tatsache bewirkt hat, dass Jesus auf dem Throne saß. «Jesus,... erhöht zur Rechten Gottes». Darüber hatten sie keinerlei Fragen, und darum waren alle Zweifel zur Ruhe gekommen. Die Erhöhung des Herrn Jesus, wenn sie zu etwas wird, das in unserem Herzen geklärt worden ist, ist ein mächtiger Faktor im Zeugnis, im Leben, im Dienst, und solange wir sie nicht haben, befinden wir uns voll- ständig außerhalb dessen, was zählt.

Nun, in Tagen wie diesen, in denen wir gerade leben, besteht die Strategie des Feindes darin, unsere Gewissheit zu unterminieren. Ich rede jetzt nicht von weltlichen Dingen, sondern von der geistlichen Gewissheit. Das Haus Gottes wird daher durch dieses Mittel gebaut, durch die Gewissheit, dass Jesus Christus erhöht ist, und ohne sie könnt ihr nicht bauen. Im Falle von David und Salomo haben wir festgestellt, wie die Einführung dieses Hauses für Gott, den Herrn, das überaus großartig werden sollte, vollständig der Tatsache entsprang, dass Gott sowohl seinen König wie auch den Thron für diesen König sichergestellt hatte. Gott schloss einen Bund mit David. Gott verpflichtete sich David gegenüber mit einem Eid, dass einer aus der Frucht seiner Lenden auf seinem Thron sitzen werde, und dass sein Thron für immer etabliert worden sei. Nun, wie ihr wisst, wurde dies auf den Herrn Jesus übertragen. Es erfuhr in Salomo lediglich eine bildliche und unvollkommene Erfüllung. Salomo erreichte eine schamvolles Ende, und selbst in den Tagen seiner Herrlichkeit war er der Typus für jemand anderen. So werden in der Apostelgeschichte die Worte des Psalms zitiert: «Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache» (Apg. 2,34-35).

Der Apostel benutzt jene Worte in Verbindung mit diesem andern Wort an David: «David... da er ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm mit einem Eid geschworen hatte, dass einer aus der Frucht seiner Lenden auf seinem Thron sitzen werde; und so, vorausblickend, sprach er ... von dem Christus», sprach er von diesem Einen; und Gott hat sein Wort erfüllt, nicht in einem Schattenbild, nicht in einem Typus, sondern bis zur Wirklichkeit in diesem größeren Sohn Davids. Davids größerer Sohn sitzt auf dem Thron aller Throne, und aus dieser Sicherstellung seines Königs in Herrlichkeit und Erhöhung beginnt die Gemeinde, und die überragende Note, durch die die Gemeinde gebaut wird, ist die Note einer absoluten Gewissheit, die aus dem hervorgeht, was Gott in Herrlichkeit in seinem Sohn gesichert hat.

Gottes Ruhe in seinem Sohn

Gewissheit kommt aus der Ruhe des Herzens. Auch hier wollen wir kurz innehalten und sehen, wie voller Wahrheit, Präzision die Schrift überall ist - es ist kein Zufall, kein bloßes Zusammentreffen und auch kein Glücksfall, dass Salomo, der Mann, der für diese Position ausgewählt wurde, den Namen «Salomo» trug. Salomo bedeutet «Ruhe». Nun beachtet bitte, dass Stephanus, als er sich auf Salomo bezog, in Apg. 7,47-49 etwas sehr Interessantes sagte: «Salomo aber erbaute ihm ein Haus. Doch der Höchste wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder wo ist der Ort, an dem ich ruhen soll?»

Dann hatte Salomo noch einen andern Namen - Jedidja, «Geliebter Gottes». Genau das lesen wir im Epheserbrief - «er hat uns angenehm gemacht in dem Geliebten». Seht ihr, der Herr Jesus entspricht Salomo in seinen beiden Namen. Er ist Gottes Ruhe, «der Ort meiner Ruhe»; und er ist auch der Geliebte Gottes, der Geliebte des Vaters. So dass, in aller erster Linie, Gott in der Person seines Sohnes all das bekommt, woran er sein Herz gehängt hat, im Blick auf das, was sein Haus sein soll, und genau daraus entsteht das Haus als gemeinschaftliche Größe, dessen Bestandteile wir sind. Es ist aufgebaut auf der Herzensruhe, die Gott in seinem Sohne hat.

Nun, ihr und ich, wir müssen an denselben Punkt kommen wie Gott hinsichtlich des Herrn Jesus, bevor wir wirklich ein Ausdruck Seines Hauses sein können. Wir sind sein geistliches Haus: «Dessen Haus wir sind». Das bedeutet aber nicht, dass Gott uns einfach als Ziegelsteine zusammensetzt. Er benötigt lebendige Steine, und diese Wendung «lebendige Steine» setzt voraus, wie dies der Kontext in 1. Petr. 2,5 zeigt, dass das Haus durch eine lebendige Beziehung zu seinem Grundstein gebaut wird: «Zu ihm als zu einem lebendigen Stein kommend... so lasst auch ihr euch als lebendige Steine aufbauen zu einem geistlichen Haus». Die Teile sind eins mit dem Eck- bzw. Grundstein, aus einem Stück, soweit es ihre Natur betrifft, eins mit ihm in dem, was er ist. Wie das Gebäude, so müssen auch wir unseren Charakter vom Eckstein herleiten, den Gott auserwählt hat. «Ich habe in Zion einen Eckstein gelegt, auserwählt, kostbar». Gott arbeitet auf ihn hin und von ihm her. Ihr und ich, auch wir arbeiten auf ihn hin und von ihm her. Aber was ist es, das dem Haus seinen Charakter verleiht? Es ist Gottes volle und vollkommene Befriedigung in seinem Sohn, die ihm Ruhe gibt. Gott ruhte am siebenten Tag von all seinen Werken, und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und es war sehr gut. Nun, übertragt das direkt in geistlicher Beziehung auf das Haus Gottes, und lange, lange nachher hört ihr dieses andere Wort: «damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so dass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe». Das heißt wiederum nichts anderes als: Es ist sehr gut! Das, was zu allererst Gottes Herz befriedigt, ist dies, dass sein Sohn alles beantwortet hat, was er auf geistliche und moralische Weise je gefordert hat. Das ist die Ruhe Gottes, und die Erhöhung des Herrn Jesus ist Gottes Siegel auf diese Tatsache. Gott ist befriedigt, Gott ist zur Ruhe gelangt. So kommt es, dass, als der Herr gerade im Begriff stand, das letzt Stück seiner Reise anzutreten, die ihn schließlich als Gekreuzigten wiedersehen wird, er sagt: «Vater, verherrliche dich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte vor Grundlegung der Welt» (Joh. 17,5). Verherrliche mich! Ja, das taucht fast plötzlich auf auf der dunkelsten Strecke des Weges. Es ist der Weg zur Herrlichkeit. Dieser letzte Schritt, das Kreuz, ist die letzte Phase und die Zusammenfassung von allem was an Befriedigung im Herzen Gottes war.

Der Wert des Blutes Jesu

Worauf ich mit all dem hinaus will, ist dies, dass Gottes absolute Ruhe im Herrn Jesus durch sein kostbares Blut gesichert ist. Oh, ihr Lieben, ihr und ich, wir haben es mehr und mehr nötig, den erhabenen Wert des Blutes Christi wahrzunehmen. Der Wert des Blutes Jesu ist der große Faktor in der Endzeit. Er ist der überragende Faktor bei der Herzensruhe, und Herzensruhe ist der einzige Grund für den Sieg; darum versucht Satan stets, den Kindern Gottes die Herzensruhe in geistlichen Dingen zu rauben. Ich werde diesen Appell in dieser Konferenz an euch alle richten, obwohl zu einem anderen Zeitpunkt noch einiges mehr darüber zu sagen sein wird; aber ich möchte diesen Appell an euch richten, dass wir uns an einem Punkt befinden müssen, wo die Sache mit unserer Beziehung zu Gott jetzt in Form von Annahme, Frieden, Ruhe, Gemeinschaft eine absolute Angelegenheit ist. Wir dürfen der anderen Seite unserer geistlichen Erfahrung nicht erlauben, die Trennlinie zu überqueren und in den Bereich unserer Gewissheit einzudringen. Ich meine, es gibt da jene andere Seite, wo der Herr uns dem Bilde seines Sohnes gleichgestaltet. Er er ist in uns mit einem großen Werk beschäftigt, und während er daran arbeitet, stellen wir wie nie zuvor fest, was für ein Werk das ist. Wir entdecken uns selbst, entdecken die Tiefen der Abtrünnigkeit, die sich in unserer gefallenen Natur auftun. Es wird für uns zu einer schrecklichen Sache. Doch lasst nie zu, dass das, was durch Gottes Behandlung an uns ans Licht kommt, an jenen andern Ort unserer Annahme, unserer Stellung, unseres Friedens mit Gott übergreift. So vielen Leuten gelingt es nicht, diese Linie klar einzuhalten, und so akzeptieren sie alle möglichen Anklagen von Seiten des Feindes, weil der Herr auf diese Weise mit ihnen verfährt. Sie fühlen sich so schlecht, so wertlos, so nutzlos, so äußerst kraftlos und böse, und so nehmen sie an, ihre Beziehung zum Herrn sei unterbrochen und der Herr habe kein Gefallen mehr an ihnen, und was sonst noch alles, und sie verlieren ihre Ruhe. Ich glaube, dies ist der Grund, warum eine Menge Leute sich stark gegen die subjektive Seite des Wirkens Gottes gewendet haben, weil sie gesehen haben, wie viele Christen darunter vollständig in ihrer Gewissheit zusammengebrochen sind. Ihr gelangt an einen Punkt, wo ihr wisst, dass der Herr euch angenommen hat und ihr Frieden mit Gott habt; eure Sünden sind vergeben, und ihr habt einen seligen Frieden gefunden und erfreut euch am Herrn. Nun, eine Zeitlang bleibt ihr dort, aber dann kommt ihr in Berührung mit etwas, das mit geistlichem Fortschritt und einem volleren Leben in Christus zu tun hat, und all das hängt damit zusammen. Viele nun, sobald sie damit in Berührung kommen, verlieren ihre anfängliche Gewissheit und Freude, und deswegen gibt es solche, die sich nicht nur gegen eine schlichte Errettung und ein Frohlocken im Herrn als ihren Erretter gewendet haben, sondern auch gegen alles darüber hinaus. Sie wollen nichts Zusätzliches mehr. Sie wollen nichts Subjektives mehr. Das rechtfertigt ihre Einstellung nicht, aber es sagt uns, dass wir sehr aufpassen müssen in dieser Angelegenheit: Und wir müssen uns dieser Sache stellen. Wir müssen diese Position einnehmen, und zweifellos haben einige von euch diese Position bezogen - Nun, ich weiß, ich fange an, etwas von den Tiefen in meiner eigenen Natur zu begreifen; ich fange an zu sehen, was ich über mich selbst nie geglaubt hätte, dass es zuträfe. Ich hatte noch nie schlimmere Zeiten im Blick auf mich selbst, ich war im Blick auf mich selbst noch nie so hoffnungslos, wie gerade jetzt. Ich erkenne mehr und mehr, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt! usw., aber... aber das ist des Herrn Angelegenheit. Damit muss der Herr verfahren. Ich lasse nicht zu, dass dies meine absolute Annahme bei Gott, meine grundlegende Stellung vor Gott, beeinträchtigt. Ich lasse nicht zu, dass all die Probleme im Zusammenhang mit der Heiligung kommen und meine große Gewissheit hinsichtlich meiner Rechtfertigung zerstören! Ihr müsst sehr aufpassen, dass ihr diese Linie klar einhaltet, denn, wenn ich nicht falsch liege, dann besteht das Werk des Teufels genau darin, die Kraft der Gemeinde zu zerstören, und ich glaube, dies ist das Herz von Offenbarung 12 - «Sie haben ihn überwunden durch das Blut des Lammes» - und wer ist es, den sie überwinden? Der Ankläger der Brüder. Er versucht, sie durch Anklagen niederzuwerfen, und ihre Antwort auf seine Anklagen ist das Blut des Lammes. Was ist dies? Gott befriedigt, Gott zur Ruhe gekommen, und auch ich zur Ruhe gekommen auf der Basis des blutes. Sie haben ihn überwunden, und er ist niedergeworfen worden. Sie werden nie bezwungen, solange sie ihre Stellung dort bewahren. Das Blut ist nicht nur etwas für die anfängliche Errettung; es ist auch etwas für den endgültigen Triumph, es ist etwas endgültiges. Der Wert des Blutes ist etwas Gewaltiges, um das Volk des Herrn stark und gewiss, zuversichtlich und mit einem Ton der Autorität zu bewahren; Gottes Basis der Befriedigung, das Blut seines Sohnes, macht seine Erhöhung erst möglich.

Nun, das alles hat zu tun mit jenem notwendigen, unerlässlichen Element der Gewissheit, durch welches die Gemeinde gebaut wird. Das geistliche Haus kommt entlang dieser Linie voran. Ich glaube, dass dies das Geheimnis des bemerkenswerten Erfolgs am Anfang war. «Der Herr tat täglich solche hinzu, die gerettet werden sollten». Die Gemeinde wuchs auf eine Weise, auf die sie seither nie mehr gewachsen ist, und der große Faktor beim Bau des Hauses damals, beim Wachstum der Gemeinde, war der, dass da dieser Ton einer absoluten Gewissheit und Zuversicht vorherrschte. Sie waren ein Volk, deren Herzen zur Ruhe gekommen waren, und die wussten, dass Jesus Christus auf den Thron erhoben worden war. Für sie hatte das die Dinge in ihrem Herzen zwischen ihnen und Gott geklärt. Das alles reicht zurück zu unserer vorherigen Betrachtung, aber es führt uns auch direkt zu dieser weiteren Sache, welche die Abschnitte, die wir gelesen haben, vor uns hinstellen. Es ist dies, dass das geistliche Haus zu dem Zweck existiert, um Gottes eigenes Verlangen zu befriedigen, um Gottes eigenem Wohlgefallen und seiner Herrlichkeit zu dienen. Im Epheserbrief finden sich diese Sätze: «Damit wir zu einem Lobpreis der Herrlichkeit seiner Gnade würden»; «zum Lob seiner Herrlichkeit», dass wir also existieren sollten, um Gottes Herzen zu befriedigen, um seiner Herrlichkeit, seinem Wohlgefallen, zu dienen. Auf diese Weise soll das geistliche Haus Gottes Antwort auf all das sein, was in der Geschichte geschah.


Gottes Neue Schöpfung

In der ersten Schöpfung, wie sie im ersten Adam gipfelt, haben wir gesehen, wie Gott sein Werk überblickt und sagt: Es ist sehr gut! Darauf folgte der Zusammenbruch, das Chaos, der Ruin in der Schöpfung. Aus dieser zerstörten Schöpfung erhob Gott eine Nation, und das Größte, was je von Israel gesagt wurde, steckt in diesem kleinen Satz: «Israel, mein Ruhm (glory)». Was für eine Sache, so etwas zu sagen! Israel, mein Ruhm, meine Herrlichkeit! Und in den ersten Tagen Salomos war Israel in der Tat Gottes Herrlichkeit. Wiederum folgte darauf der Zusammenbruch, Versagen, Ruin. Schließlich sehen wir, wie Gott darauf zurückkommt, wie er auf Israel, auf die Schöpfung zurückkommt mit einer neuen Schöpfung in Christus Jesus. Zuerst einmal persönlich, insofern es Jesus Christus selbst betrifft, denn er war imstande, zu sagen, wie wir gesehen haben: «Mein Geliebter, in welchem ich Wohlgefallen gefunden habe», ich bin vollständig befriedigt. Mit andern Worten, es ist die neue Schöpfung, wie sie in Christus gesehen wird, und so sagt Gott: «Ich bin vollkommen befriedigt».

Dann aber tritt die Gemeinde auf, die Gemeinde, welche ist sein Leib, die eine Ausdehnung der neuen Schöpfung darstellt vom persönlichen zum gemeinschaftlichen Christus, und das letzte, was über diese Gemeinde gezeigt wird, ist, wie sie vom Himmel herab kommt und die Herrlichkeit Gottes hat, oder, um die andern Worte zu verwenden: «damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei», oder wiederum: «Wenn er kommen wird, um in seinen Heiligen verherrlicht und in all denen bewundert zu werden, die glauben» (2. Thess. 1,10). Das ist das Ende. So ist dies also Gottes endgültige Antwort. Es wird kein anderes Chaos und keinen anderen Ruin in der Schöpfung mehr geben. Dies ist Gottes letzte Antwort auf all das, was an Ruin und Zusammenbruch vorausgegangen ist. Es ist die Gemeinde, dieses geistliche Haus, eine neue Schöpfung.


Was die Gemeinde ist

Was denn ist dieses geistliche Haus? Was ist diese Gemeinde? Wir wollen nicht bloß eine objektive Mentalität diesbezüglich haben, indem wir glauben, es handle sich um etwas außerhalb und losgelöst von uns selbst. Was ist sie? Die Antwort ist sehr einfach. Das geistliche Haus Gottes ist Christus selbst. Je aber nicht Christus persönlich, bloß für sich, sondern Christus in euch, in mir, die Hoffnung der Herrlichkeit. Oh, genau hier sind all die Fehler in Bezug auf die Gemeinde gemacht worden, mit solch katastrophalen Resultaten. Die Gemeinde, das Haus Gottes, ist ganz einfach Christus selbst in ungetrennter Einheit, gefunden in all denen, in denen er wirklich wohnt. Das ist alles. Das ist die Gemeinde. Versucht, jede andere Vorstellung von Gemeinde mit Stumpf und Stiel aus eurer Mentalität auszureißen. Es ist nicht Christus in Tausende oder Millionen Fragmente unter so vielen Gläubigen aufgeteilt. Es ist immer noch ein einziger Christus. Ihr und ich, wir sind nicht die Gemeinde. Christus in euch und in mir, das ist die Gemeinde. Wir bleiben noch immer, was wir auch außerhalb der Gemeinde sind auf unserem natürlichen Grund, doch ist es das Maß von Christus in uns, welches die Gemeinde konstituiert, eine geistliche Gemeinde, ein geistliches Haus, der eine Christus durch den einen Geist in all denen, in denen er wohnt. Das ist die Gemeinde. Gott hat in dieser Gemeinde, in diesem Tempel, nie etwas anderes gesehen als seinen Sohn. Er ist der Tempel Gottes, und ihr und ich, wir können nie zur Gemeinde gehören, es sei denn, indem Christus in uns ist. Ich weiß, dies zu sagen ist eine sehr einfache Sache, doch wenn wir uns bloß daran festhielten und sähen, was das bedeutet; es ist einer der großen Faktoren von unaussprechlicher Macht gegen den Feind, wenn wir nur auf dieser Basis leben würden, wenn wir nur darin bleiben würden.

Es gibt zwei Wege, sich dieser Angelegenheit zu nähern, und wiederum sehe ich den großen Erfolg von Satans Propaganda in dieser Sache. Ich weiß nicht, was ihr älteren Christen davon haltet. Wir können nur von dem reden, was wir während unserer Lebenszeit erkannt haben, doch haben wir lange genug gelebt, um den Lauf der Dinge zu erkennen, und mir scheint, ja, es ist mehr als nur scheinbar, dass in den letzten paar Jahren, in den letzten paar Jahrzehnten eine weit größerer Entwicklung und ein größeres Wachstum des Misstrauens unter Christen stattgefunden hat als je zuvor, so dass es heute fast unmöglich ist, irgendwo zu sprechen, ohne dass die Menschen sich fragen, ob wir denn wirklich (geistlich) gesund sind. Es liegt in der Atmosphäre. Es scheint mir, als bestehe eine ständige Wachsamkeit, irgend etwas zu riechen, das nicht sehr gesund ist, und alles, was von Gott ist, stößt durch diese Einstellung, durch diesen Stand der Dinge, auf Vorurteile. Die echte Wahrheit Gottes erhält so keine Chance, weil sich dieses Misstrauen über die ganze Welt ausgebreitet hat, unter allen Christen. Ist das auch richtig? Ist das wirklich gesund? Ist es auch wirklich wahr? Wo liegt hier der Haken? Was ist daran irrtümlich? So ist es nun einmal. Das ist die konkrete Linie, das ist zur konkreten Linie geworden, und, ihr Lieben, ich glaube, dass dieses eines der Kennzeichen dieser satanischen Propaganda ist, um von innen her den Kollaps herbeizuführen, weil es bedeutet, dass im Inneren eine Desintegration vor sich geht, dass es keinen Zusammenhalt mehr gibt. Das Volk Gottes ist durch diesen Geist und die Atmosphäre des Misstrauens, die nur Vorurteile erzeugt, in Tausende von Fragmenten auseinander gebrochen, und die Gemeinde kann nicht gemeinsam, als solides Ganzes, voran gehen. Es gibt in der Tat sehr wenige Christen, die sich hundertprozentig gemeinsam fortbewegen können, als Einheit, genau deswegen. Satan bringt es in die intimsten Kreise des Christenlebens und der Gemeinschaft, ständig bringt er dieses schreckliche Element der Ungewissheit, des Fragens, herein. Ja, er ist ins Innere eingedrungen, und er bewirkt innere Desintegration und und in sehr starkem Maße einen inneren Kollaps, doch wirkt er tückisch durch Jahre hindurch, und entlang dieser Linie gewinnt er viele blutlose Schlachten. Er kann entlang dieser Linie sehr leicht Territorien einnehmen, sie behalten und so sein Ziel der Herrschaft erreichen.

Nehmt einen anderen irdischen Ausdruck dieses geistlichen Hintergrundes der Dinge. Könnt ihr nicht sehen, ihr Lieben, dass es dort drüben keinen Raum gibt für irgend einen zweiten Gedanken oder einen zweiten Sinn? Jeder der in den letzten sieben Jahren einen andern Gedanken, einen andern Sinn, eine zweite Idee geäußert hat, ist eliminiert worden. Ihr könnt dort nicht andern Sinnes sein. Ihr müsst euren Sinn jenem andern Sinn, dem dominierenden Sinn unterwerfen. Ihr dürft keine eigene Meinung haben, ihr dürft nicht argumentieren, ihr dürft nicht in irgend einer Weise sprechen, die quer zum vorherrschenden Sinn steht, zum Sinn des Diktators. Es gibt keinen Raum für irgend etwas Zweites. Es ist alles einheitlich. Satan kennt den beinahe unendlichen Wert der Einheit, und das ist ein Geheimnis des Fortschrittes, des Erfolgs; ein rücksichtsloses, mörderisches Eliminieren von jeder zweiten Stimme, um nur eine Stimme, nur einen Sinn, nur einen Willen zu haben, der alle andern beherrscht. Wagt ihr es da, anders zu denken? Wagt ihr es da noch, einen eigenen Sinn zu haben? Nun, dann magst du ihn haben, aber dann sorge dafür, dass ihn nie jemand erfährt. Das ist das Regime, und welche Macht ist da vorhanden im Blick auf den Gegenstand, der im Blickfeld steht.

Nun, das ist ein irdischer Ausdruck eines geistlichen Systems. Bringt das nun in den Bereich der Gemeinde. Warum ist die Gemeinde gelähmt, geschwächt, warum wird sie aufgehalten? Warum kann sie nicht vorangehen, furchtbar wie Kriegsscharen? Ganz einfach, weil heimlich innerhalb ihrer Grenzen ein destintegrierendes Werk vor sich gegangen ist, so dass Misstrauen an der Tagesordnung ist. Ich schlage euch vor, dass ihr, um des Umsturzes des satanischen Königreiches willen, welcher mit der und durch die Gemeinde in Einheit mit ihrem Haupt, ihrem Herrn in Herrlichkeit bewerkstelligt werden soll, zu genau dem Zweck und mit diesem Ziel vor Augen, ihr, nein wir, das Gegenteil zu unserem konkreten Kurs wählen. Lasst uns doch nicht ständig misstrauisch fragen: Was stimmt da nicht? Was ist zweifelhaft? Was ist hier unsicher? Lasst uns vielmehr positiv fragen: Was ist da von Christus darin? Ich halte mich daran! Was sehe oder empfinde ich vom Herrn Jesus in dieser Sache? Damit beschäftige ich mich, damit kooperiere ich! Oh, wenn wir doch nur dies als unseren positiven Kurs wählen würden, dann würde Satan schnell an Grund verlieren, dann würde die Gemeinde bald als eine herrliche Gemeinde daraus hervorgehen. Was die Gemeinde an ihrem Anfang am meisten charakterisiert hat, war ihre Einheit! Sie redeten alle dasselbe, sie waren alle eines Herzens und eines Sinnes, und wieviel Grund verlor damals doch der Feind! Doch sobald der Feind begann, sein Werk der «fünften Kolonne» zu betreiben, indem er interne Zweifel, Misstrauen, Vorurteile verbreitete, brachte er die Gemeinde sehr bald von diesem Bereich des «Im-Leben-Herrschens» herunter und zerstreute ihre Kraft. Oh, wir müssen den Herrn bitten, dass der eine Christus, der eine Geist in uns wieder die Oberhand hat! Wir werden nicht mehr weder aufgrund dessen, was wir von Natur aus sind, leben - denn wir werden stets von dem beeinflusst, was wir von Natur aus sind, sondern auf dem Grund dessen, was von Christus in uns gegenseitig ist. Noch wollen wir auf dem Grund möglichen Irrtum, möglicher falscher Lehre, auf dem Grund der Möglichkeit, dass etwas davon vorhanden sein könnte, so dass wir ständig mehr als auf alles andere auf solche Dinge blicken! Oh, wir müssen dem Herrn in dieser Sache vertrauen! Ich glaube, ihr Lieben, dass der sicherste Weg, der Weg des Geschütztseins vor Irrtum, der ist, einfach mit dem Herrn voranzugehen. Unsere Position muss die sein - Ich gehe mit dem Herrn voran, wo immer ich den Herrn finde, und ich werde dem Herrn vertrauen im Blick die Möglichkeit irgend eines Irrtums, und während wir so mit dem Herrn wandeln, werden wir, ohne danach Ausschau zu halten, herausfinden, wo der Irrtum liegt, und wir werden durch den Geist gewarnt werden, wir werden es wissen. Wir müssen auf der positiven Basis vorangehen, auf derjenigen des Herrn selbst, und das bedeutet Herrlichkeit in der Gemeinde, wenn es der Herr ist. «Christus in euch, die Hoffnung auf Herrlichkeit».

Wir wissen sehr wohl, auf einfache Weise, dass das wahr ist. Wir treffen einander, und wir haben uns noch nie zuvor getroffen. Wir entdecken sehr schnell durch unseren geistlichen Sinn, dass wir dem Herrn gehören, und dann haben wir eine sehr gesegnete Zeit mit einander, einfach auf diesem Grund. Wir strömen zusammen, weil wir dem Herrn angehören, und wenn wir nur dort blieben, so hätten wir ständig solche gesegneten Zeiten; aber sehr schnell fangen wir an, über irgend eine Lehre zu diskutieren, und wir stellen fest, dass wir nicht übereinstimmen. Alle Herrlichkeit weicht, und die Gemeinschaft zerbricht. Oh, möge der Herr uns doch in ihm selbst bewahren!

Nun, ich sage, dass dieses geistliche Haus Christus ist, und alles, was nicht Christus ist, muss an seinem eigenen Platz gehalten werden, und wir müssen alles daran setzen, auf der Basis von Christus als in uns und als in einander zu bleiben, und das ist die Herrlichkeit Gottes, dass wir etwas seien zur Herrlichkeit seiner Gnade. Da beginnt es - bei seiner Gnade. Es scheint mir, ja es hat mir durch all die Jahre geschienen (ich weiß nicht, ob ich jetzt lehrmäßig richtig liege oder nicht, es ist ein vergebbarer Fehler, sollte es ein Irrtum sein), doch hat es mir durch die Jahre hindurch oft geschienen, dass der Herr sich große Mühe gemacht hat, mich auf der Basis der Gnade zu behalten, und damit meine ich, dass er mich so oft durch die Erfahrung hat wissen lassen, dass ich, wenn seine Gnade nicht wäre, ein verlorener Mann wäre, und das nicht als eine Lehre, sondern in Wahrheit. Oh, heute stünde es schlecht um mich, wäre da nicht die Gnade Gottes! Ja, auch heute noch, nach so vielen Jahren, da ich den Herrn kenne, gilt es, an die Gnade Gottes zu appellieren! Ja, es ist auch heute Gnade, und das ist es, was Gott Ehre und Herrlichkeit einbringt, indem sie uns erlaubt, zu erkennen, wie niederträchtig, wie schlecht wir sind, und uns wissen lässt, dass das für ihn keinen Unterschied ausmacht wegen des Blutes. Das bedeutet Herrlichkeit für Gott. Ich weiß nicht, welches heute die tiefste Note in eurem Herzen ist, doch dies ist die tiefste Note in meinem Herzen nach all diesen Jahren. Ah, es ist die Gnade Gottes, welche die Herrlichkeit meines Herzens ist, die Herrlichkeit seiner Gnade. Er wird dadurch verherrlicht, dass wir seine Gnade anerkennen und auf der Basis seiner Gnade bleiben. Die Herrlichkeit wird sehr schnell vom Herrn weggenommen, wenn wir uns auf irgend einen andern Grund begeben in dem, was wir sind und tun können, und was wir auch wirklich tun. Der Herr wird sehr schnell einen Pfahl in unser Fleisch treiben, wenn wir anfangen, uns auf diese Weise zu erheben. Er wird seiner Ehre beraubt. Er wird durch unsere Umwandlung verherrlicht, durch unsere Gleichförmigkeit mit dem Bilde seines Sohnes. Paulus sagt: «Wir sehen... wie in einem Spiegel die Herrlichkeit des Herrn, und werden verwandelt in dasselbe Bild» (2. Kor. 3,18). Die Herrlichkeit wird mit der Veränderung verbunden, verändert in dasselbe Bild. Er wird verherrlicht, wenn wir uns in das Bild seines Sohnes umwandeln. Er wird verherrlicht, wenn unser Leben fruchtbar wird. «Darin wird mein Vater verherrlicht, wenn ihr viel Frucht bringt» (Joh. 15,8). Und die Frucht ist in erster Linie die Frucht der Natur des Herrn Jesus, die Frucht des Geistes, Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Sanftmut, Selbstbeherrschung. «Hierin wird mein Vater verherrlicht». Frucht im Dienst, selbstverständlich, aber Frucht im Leben, und er wird verherrlicht durch das Ausharren der Heiligen.

Ah, lasst uns das als abschließendes Wort auf unsere Herzen legen. Wenn wir es doch nur erkennen würden. Es wird dem Herrn eine ganze Menge an Herrlichkeit eingebracht ganz einfach entlang der Linie der Ausdauer. Zu gewissen Zeiten können wir nicht mehr tun. Das einzige, was wir dann tun können, ist entweder aufzugeben oder dranzubleiben; loszulassen, oder auszuharren. Petrus hat eine Menge darüber zu sagen. «Das ist Gnade, wenn ein Mensch erduldet». Und schon nur zu dulden, auszuhalten, bringt Gott Ehre ein. Es wird eine großartige Geschichte sein, es wird einer der großen und herrlichen Bände in der Bibliothek des Himmels sein, die Geschichte des Ausharrens der Heiligen, wieviel Ehre es Gott eingebracht hat. Oh, die Geschichte wird eine Liebesgeschichte sein! Wieviele Leute sind durch sie beeinflusst worden, wieviele Ungläubige sind zum Glauben gekommen wegen des Ausharrens einiger Heiliger in Zeiten des Leidens! Wieviele andere Heilige wurden mächtig durchgetragen, wenn sie das ständige Ausharren eines andern unter heftigster Prüfung sahen. Wieviel gewann doch der Herr schon aus dem bloßen Ausharren! Ja, das ist die Herrlichkeit Gottes, wenn wir ausharren. Möge der Herr Herrlichkeit gewinnen in der Gemeinde durch Christus Jesus auf alle Geschlechter, und möchten wir doch in der Tat ein Haus sein für seine Herrlichkeit auf diese unterschiedlichen Arten.


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Übersetzt von
Manfred Haller
 

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